Von der Post in die Wohlfühl-Herberge

26.04.2020

Wer schreibt hier?

Sandra und Kristin sind eineiige Zwillinge aus Sachsen und haben einen Master für International Business absolviert, nationale und internationale Erfahrung in verschiedenen Branchen der Arbeitswelt gesammelt und sprechen fünf Sprachen. Eine Konzern-Karriere liegt da also nahe. Doch bald wird ihnen bewusst, dass sie nicht länger ihre Lebenszeit gegen Geld tauschen wollen.

Ab Januar 2020 arbeiten sie in einer Wohlfühlherberge und erfüllen sich ihren Traum vom selbstbestimmten, freien Leben.

Und das ist ihre Geschichte:

Von der Post in die weite Welt

Wir stehen schon unser halbes Leben mit der Deutschen Post in Verbindung, da unsere Familie aus vielen „Postlern“ besteht. Daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass wir seit mittlerweile 10 Jahren für die Post arbeiten. Unterbrochen wurde diese Zeit immer wieder durch verschiedene „Abenteuer“.

So hatten wir zum Beispiel während unseres Bachelorstudiums in Wirtschaftshispanistik die geniale Möglichkeit, ins Ausland zu reisen. Wir sind also ein halbes Jahr nach Kuba zum Studieren gegangen und das andere halbe Jahr waren wir zum Praktikum in Spanien.

In dieser Zeit haben wir das erste Mal das freie Leben lieben gelernt.

Die Zeit verging natürlich viel zu schnell. Daher sind wir nach der Bachelorarbeit direkt wieder ins Ausland gegangen und unser Abenteuer Kanada mit einem Work and Travel Visum begann. Es gefiel uns so gut, also hängten wir noch ein weiteres Jahr dran, doch auch das ging schnell zu Ende

Wir entschlossen uns, den nächsten Schritt in Deutschland zu gehen: „Master für International Business“.

Doch als sich das Ende des Studiums näherte, wussten wir nicht genau, wie es weitergehen sollte.

Uns war klar, dass wir in das Berufsleben starten wollten, doch wo zieht es uns hin? Die Auswahl an Möglichkeiten war riesig und unüberschaubar, wir wussten nur eines: In einen Konzern wollen wir nicht!

So halfen wir gelegentlich wieder bei der Post aus. Das war erst einmal super! Und wenn es dort nicht klappt, können wir uns ja immer noch etwas Anderes suchen.

Die innere Reise zu den eigenen Werten

In der gleichen Zeit befanden wir uns auf einer spannenden inneren Reise zu unseren Werten: „Welche zählen für uns und deckt sich das überhaupt mit denen der Arbeitgeber in unserer Arbeitswelt?“

Für uns war klar, dass wir ausschließlich etwas Gutes bewirken und Menschen befähigen wollen. Unsere Arbeit sollte ein wichtiger Beitrag für unsere Erde sein.

Außerdem muss das Arbeitsklima stimmen, wir wollten keine „Nummer“ im Unternehmen sein und korrupte Geschäfte unterstützen. Uns war auch ganz wichtig, dass wir als Zwillinge zusammenbleiben können und auch in dem Job unsere Erfüllung finden.

Unsere Liste an Erwartungen war also hoch, doch in unserem Umfeld hieß es: „Fangt erstmal an, euch etwas Sicheres zu suchen und verdient euer eigenes Geld!“

Also haben wir uns dazu entschieden, zunächst einmal mehr für die Post zu arbeiten. Und so schlecht war das gar nicht: Wir waren in der Natur, arbeiteten selbstständig, waren mit Menschen in Kontakt und hatten nette Kollegen. Außerdem hat das Arbeitsklima gestimmt.

ABER: Im Frühjahr 2019 zeichnete sich immer mehr ab, dass dieser Job uns einfach niemals richtig erfüllen wird.

Allein die Vorstellung, noch 40 Jahre diese Tätigkeit und dieses Pensum
zu bewältigen, stimmte uns mehr als nachdenklich.

NEIN, das möchten wir auf gar keinen Fall.

Auf der anderen Seite wurden immer mehr Stimmen laut (u.a. in unserem eigenen Köpfen): „Aber eigentlich ist doch alles in Ordnung. Wir verdienen recht gut, sind sehr eigenständig und haben nette Kunden. Wir haben unseren geregelten Urlaub und super nette Kollegen.“

Was wollen wir mit unserem Leben anfangen?

Die Monate vergingen langsam und unsere innere Stimme wurde immer lauter:

„Wie lange wollen wir unsere Zeit noch gegen Geld tauschen und für die Träume anderer arbeiten?
Was könnte das Leben noch FÜR UNS bereithalten?“

Auch das, was wir auf Arbeit immer wieder hörten, stimmte uns nachdenklich:

  • Hätten wir nur etwas anderes gelernt.
  • Da müssen wir jetzt durch.
  • Es könnte schlimmer sein.
  • Wir können froh sein, dass wir so einen sicheren Job haben.

Niemand schien seinen Job so richtig zu mögen.
Sollte das auch unsere Zukunft sein?

Gleichzeitig engagierten wir uns für Gesundheit und Nachhaltigkeit, aber am Ende des Tages hatten wir einfach zu wenig Energie übrig, um mit noch mehr Herzblut und Leichtigkeit unseren Interessen nachzugehen.

Die Wochen vergingen und es fühlte sich immer schwerer an, mit Freude auf Arbeit zu gehen. Wir befanden uns in einem inneren Konflikt: „Schaffen wir es, uns bis Ende des Jahres zu verändern oder bleibt alles beim Alten?“

Also wagten wir den ersten großen Schritt und setzten uns eine Frist:

Bis zum Jahresende finden wir eine Lösung und entscheiden
uns bewusst für unser freies und selbstbestimmtes Leben!

Dabei haben uns folgende Fragen immer wieder begleitet:

  • Was ist uns UNSER Leben wert?
  • Wie viel Sinn macht es, diese qualitative Lebenszeit Woche für Woche in einem Job abzuleisten, welcher uns persönlich nicht weiterbringt?
  • Wie können wir für unsere Erde und für nachfolgende Generationen einen echten Beitrag leisten?

Vor allem in den Zeiten der Klimakrise wollen wir nicht mehr wegschauen und warten, bis sich jemand der Sache annimmt. Wir entscheiden uns bewusst für einen uns erfüllenden Job, der uns wieder Freude am Leben bringt und uns wieder ein Stück wachsen lässt. Dabei sind wir auch auf ganz wunderbare Bücher gestoßen.

Alles hat seine Zeit!

Und doch glauben wir fest daran, dass alles seine Zeit hat. Wir schätzen jede Erfahrung, die uns zu den Menschen gemacht hat, die wir jetzt sind. Wir haben unsere kuschelige Komfortzone verlassen und alle Meinungen anderer ausgeblendet, denn am Ende des Tages zählst nur DU und es ist vor allem DEIN LEBEN. Wir haben nur das eine, also machen wir doch das Beste daraus.

Es ist endgültig und offiziell: Ab 2020 beginnt für uns eine neue Zeit.

Wir werden die Wohlfühlherberge Weitblick im schönen Vogtland leiten und sind überglücklich, dass wir dadurch Menschen inspirieren können, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Wir möchten auch dich ermutigen, in Zukunft mehr für dich selbst einzustehen und gehen daher gerne als Vorbilder für unsere Generation voran. Denn wir sind überzeugt: Du musst keiner Tätigkeit nachgehen, die dich nicht erfüllt!

Natürlich gehört Mut dazu und auch die Entschlossenheit, Gegenwind auszuhalten.

Doch es lohnt sich, denn unsere Lebenszeit ist unglaublich wertvoll und so begrenzt.

Daher haben wir es uns zum Ziel gemacht, nur noch die Dinge zu tun, die uns zu 100% glücklich machen und erfüllen. Alles, was uns nicht gut tut, werden wir mehr und mehr hinter uns lassen.

Wir haben das Urvertrauen, dass wir alles schaffen können. Zu zweit sind wir ein Dream Team, wir lieben neue Herausforderungen und können in unserer Region tatsächlich etwas bewirken, um sowohl unser Leben, als auch das anderer Menschen nachhaltig zu gestalten. Wir sind unserem Bauchgefühl nachgegangen, haben auf unsere Intuition vertraut und einfach gehandelt. Wie kann es jetzt noch besser werden?

Bitte vergiss also niemals:

Wenn du einmal eine bewusste Entscheidung triffst, fügt sich alles zu deinen Gunsten.
Und es geschehen Wunder.

Meine 3 Tipps bei
einer Quarterlife Crisis:

  1. Vertraue dir und deiner Intuition, denn du weißt am besten, was du brauchst.
  2. Frage dich: „Bin ich wirklich wirklich glücklich mit meiner jetzigen Situation?“ (Sei einmal ganz ehrlich zu dir selbst.)
  3. Wenn deine Antwort NEIN lautet, dann reflektiere und hinterfrage: Was will ich stattdessen haben? Oder noch besser: „Wer will ich sein?“

Hat dir die Geschichte von Sandra und Kristin gefallen? Konntest du etwas für dich selbst herausziehen und anwenden? Dann lass es gerne mich und die anderen wissen und kommentiere diesen Beitrag.

PS: Ich bin mir sicher: Auch du hast eine Geschichte, die es wert ist, geteilt zu werden. Melde dich gerne bei uns und wir besprechen alles weitere: Kontakt 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top