Dein erster Schritt zum digitalen Nomaden: Finde Menschen, die dich verstehen!

15.12.2018

überarbeitet Mai 2022

Dieser Artikel ist für alle Menschen da draußen, die bei folgender Erkenntnis ein Kribbeln verspüren:

Immer mehr Menschen bereisen die ganze Welt und finanzieren das alles mit einem Job, den sie von unterwegs ausüben.

Und bevor wir in das Thema einsteigen, ist mir eine Sache ganz wichtig: Mache dir bitte folgendes bewusst:

Etwas gefunden zu haben, das dir dieses Kribbeln verpasst, diese Aufregung und Vorfreude, ist unfassbar wertvoll! Es ist wie ein Schatz und definitiv nicht selbstverständlich. Viele Menschen suchen ihr ganzes Leben danach, ohne einen solchen Schatz zu finden. Andere wissen eigentlich genau, wo er liegt. Aber sie müssen hilflos dabei zusehen, wie ihr Lebens-Schiff daran vorbeisegelt, da sie das Steuer nicht mehr selbst in der Hand halten. Eine andere Person steuert es nun…oder ihre eigene Angst.

Dieses Kribbeln ist wertvoll und dem gar nicht nachzugehen ist unfassbar schade!

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf möchte ich dir nun einfach von den Erkenntnissen erzählen, die uns auf unserem Weg begleitet haben.

Falls die oben beschriebene Vorstellung etwas in dir zum klingen bringt, möchte ich dir hier zeigen, wie du den ersten kleinen Schritt in diese Richtung gehen kannst. Und das beste: Dazu musst du weder viel riskieren noch viel tun.

Das Zauberwort heißt Umfeld! Oder auch UMFELD!!!

Denn dein Umfeld, ist so unfassbar wichtig! Ich meine damit die Menschen, die dich umgeben, die du also die meiste Zeit um dich hast. Nimm dir am besten einen kurzen Augenblick und überlege einmal, wer die fünf Menschen sind, mit denen du am meisten Zeit verbringst. In der Regel sind dies Partner, Kollegen, Freunde und Familie.

Und nun mache dir bewusst: Diese Menschen haben einen enormen Einfluss auf dich. Ein gern zitierter Vergleich von dem Unternehmer Jim Rohn besagt sogar, dass du der Durchschnitt dieser fünf Menschen bist.

Mache dir doch einmal den Spaß und bilde den Durchschnitt der fünf Einkommen. Oder der fünf Gesundheits-Zustände.

Die Chance ist groß, dass dein eigenes Einkommen bzw. deine Gesundheit nicht sehr weit davon entfernt liegt. Den Grund dafür fasst der Volksmund einfach zusammen mit: „Gleich und Gleich gesellt sich gern.“ Und auch wenn es sich etwas plumb anhört, steckt in diesem Satz eine tiefe Wahrheit verborgen:

Du hast dein Umfeld selbst gewählt. Denn du entscheidest am Ende, mit wem du wie viel Zeit verbringst. Es ist also deine eigene Verantwortung.

Wenn du ein wenig darüber nachdenkst wirst du schnell merken, dass dies auch für die Bereiche des Lebens wahr ist, in denen wir eher dazu neigen, die Verantwortung abzulehnen.

„Meine Familie habe ich nun wirklich nicht selbst gewählt. Und auch dafür, dass mein neuer Boss ein Arschloch ist, kann ich ja nichts.“

Und es stimmt, beides ist wahr. Das Problem ist nur: Wenn wir unseren Fokus auf Dinge im Außen richten wie unsere Familie oder den Chef, sind wir auf einem Spielfeld, wo wir selbst nichts zu sagen haben.  Wir können es schlichtweg nicht ändern.

Was wir jedoch ändern können, ist unsere Reaktion darauf. Diese können wir immer wählen! Bezogen auf die Beispiele bedeutet dies, dass du dir deine Familie zwar nicht ausgesucht hast, wie viel Zeit du mit den einzelnen Menschen verbringst, allerdings schon. Auch deinen neuen Chef hast du dir nicht ausgesucht, dass du in seiner Abteilung bleibst, allerdings schon. Es ist deine Entscheidung und somit deine Verantwortung.

Mir ist bewusst: Diese Perspektive einzunehmen kann sehr unangenehm sein. Denn plötzlich ist man selbst für alles verantwortlich, was man im eigenen Leben nicht mag. ABER: Es ist gleichzeitig der erste und wichtigste Schritt, um etwas zu ändern. Denn wenn man erst einmal realisiert hat, dass man selbst verantwortlich ist, heißt das ganz klar, dass man es auch selbst ändern kann. Diese Erkenntnis ist sehr mächtig.

Warum ich hierauf so herumpoche hat mit den weit greifenden Auswirkungen dieser Erkenntnis zu tun. Lasst uns die Überlegung mal ein wenig weiter treiben:

Da du selbst dein Umfeld gewählt hast, spiegelt dein Umfeld dich selbst wider.

Eine sehr interessante Frage ist nun natürlich, nach welchen Aspekten wir unser Umfeld auswählen. Denn egal ob wir es bewusst oder unbewusst tun, unser Umfeld wählen wir nicht zufällig. Auch du hast es passend zu dir, deinen Werten, deinen Ängsten, deinen Glaubenssätzen und generell passend zu deiner Lebenssituation gewählt. Es besteht also eine eindeutige Verknüpfung zwischen dir und deinem Umfeld.

Und nun können wir etwas ganz Faszinierendes tun. Es fällt uns oft schwer fällt, uns selbst objektiv und unverzerrt zu betrachten. Oft sind da große blinde Flecken, die wir einfach nicht sehen. Da unser Umfeld jedoch eine Art Abbild unserer eigenen Person ist, können wir uns nun die Menschen in unserer Umgebung anschauen und uns fragen: „Warum habe ich gewählt, dass dieser Mensch eine so wichtige Rolle in meinem Leben spielt? Was erhoffe ich davon?“ Bei Menschen, die wir lieben, ist das oft einfach zu beantworten. Interessant wird es bei Menschen, die wir neutral finden oder gar nicht mögen. „Warum verbringe ich so viel Zeit mit diesen Menschen? Und ist es das wert?“

Ihr seht, das sind absolut keine einfachen Fragen.

Um diese Verknüpfung zwischen dir und deinem Umfeld ein wenig greifbarer zu machen, hier ein Beispiel:

Nehmen wir einmal an, deine Lebenssituation lässt sich am besten mit den Worten „erfüllt und glücklich“ beschreiben. Auch wenn ich sonst nichts von dir weiß, so weiß ich doch, dass die Chancen sehr groß sind, dass in deinem Umfeld ebenfalls glückliche und erfüllte Menschen zu finden sind. Das sind sicher nicht alle, aber einige. Ändern wir nun den einen Parameter, so ändert sich automatisch auch der andere. Falls du dich also plötzlich viel mit schlecht gelaunten Miesepetern umgibst, geht das nicht spurlos an deiner Lebenssituation vorbei. Und auch anders herum gilt dies: Wenn du plötzlich der Miesepeter wirst, wird sich nach und nach auch dein Umfeld ändern.

Dein Umfeld und deine Lebenssituation sind also eng miteinander verbunden. Und du hast die Wahl: Änderst du das eine, wird dadurch automatisch ein Änderungs-Impuls bei dem anderen ausgelöst. Und das ist eine sehr gute Nachricht! Denn viele Menschen wollen etwas in ihrem Leben ändern, aber es fällt ihnen sehr schwer. Und das ist auch nicht verwunderlich, denn oft sind dies sehr große und gleichzeitig sehr vage Aufgaben, die man sich selbst stellt. Aber es ist einfach, einen interessanten Menschen auf Facebook anzuschreiben. Oder gar auf einen Kaffee einzuladen. Einfache, kleine und greifbare Schritte in die richtige Richtung, die am Ende alles ändern können. Denn durch die beschriebene Verknüpfung kannst du gar nicht anders: Dieser Mensch wird dich beeinflussen! Die Frage, die sich jeder stellen sollte, lautet also:

Von welchen Menschen will ich mich beeinflussen lassen?

Nun zur Praxis: Ändere dein Umfeld = Ändere dein Leben

Warum erzähle ich dies so lang und breit? Warum poste ich nicht einfach ein paar Links von Facebook-Gruppen und Veranstaltungen? Nun ja, weil die meisten digitalen Nomaden, die ich getroffen habe, mir eine ähnliche Geschichte erzählt haben:

„Ich hatte diesen Traum, aber mein Umfeld konnte damit gar nichts anfangen. Entweder waren sie nur ungläubig und skeptisch, oder sie haben sogar versucht, es mir auszureden.“

Spätestens jetzt erkennst du wahrscheinlich, worauf ich hinaus will: Vor allem bei so etwas Großem und Außergewöhnlichem, wie der Start in den Lifestyle des digitalen Nomaden, ist es von elementarer Bedeutung, mit den richtigen Menschen darüber zu sprechen. Die Chancen sind nämlich sehr groß, dass dein „nicht-digitales-Nomaden-Ich“ sich ein „nicht-digitales-Nomaden-Umfeld“ geschaffen hat, das mit der Idee überhaupt nichts anfangen kann. Das hindert die Menschen aber in der Regel nicht, eine Meinung dazu zu haben. Oft lautete sie: „Lass es sein, das klappt nicht!“

Bitte nicht falsch verstehen: Dies ist nicht ein ganzer Artikel darüber, wie scheiße manche Menschen doch sind. ABSOLUT NICHT. Im Gegenteil meint dein Umfeld es in den allermeisten Fällen gut und sie wollen dich vor Schaden bewahren. Sie sehen die Situation aber eben aus ihrer eigenen Perspektive. Es geht also nicht um ein generelles „richtig oder falsch“, „gut oder schlecht“. Es geht nur darum, ob diese Perspektive für dich gerade sinnvoll ist.

Denn auch wenn alle es gut meinen, so kommen auf diese Weise oft zu den eigenen Zweifeln noch die ganzen Bedenken deines Umfeldes hinzu. Das Gefährliche an der Sache: Dies beeinflusst uns so stark, dass wir früher oder später selbst glauben, dass diese kribbelnde, aufregende Idee nur eine naive Träumerei ist. Und im schlimmsten Fall verbannen wir sie, ohne ihr auch nur ein bisschen nachgegangen zu sein. Ohne auch nur mit einem Menschen ein persönliches und tiefgehendes Gespräch geführt zu haben, der dieses Leben lebt.

Es ist also enorm wichtig, dass du die richtigen Menschen in dein Umfeld bekommst, die du um ihre Meinung, Ratschläge oder Unterstützung bitten kannst. Und auch wenn es wahrscheinlich logisch ist, beim Beispiel der digitalen Nomaden sind dies alle Menschen, die

  • diesen Lifestyle bereits leben,
  • diesen Lifestyle in der Vergangenheit gelebt haben oder
  • sich dafür interessieren und evt. bereits planen, so zu leben.

Aber wie findest du diese Menschen am besten? Nun, hier gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Wir zeigen dir, wie wir es gemacht haben.

DNX – Deine Community für digitale Nomaden

Es gibt in Deutschland bereits eine große Gemeinschaft rund um digitale Nomaden, sie nennt sich DNX. Seitdem unter diesem Label die erste Konferenz für digitale Nomaden veranstaltet wurde, ist viel passiert. Damals war das DNX Festival DAS Mega Event in Berlin für alle digitalen Nomaden, Online-Unternehmer und alle, die sich für diesen Lifestyle interessieren. Wir waren 2018 mit dabei und sind total begeistert von der Atmosphäre, den Vorträgen, aber natürlich vor allem von den Menschen. Es ist unfassbar, wie viele außergewöhnliche, interessante Menschen da draußen herumlaufen. Und alle, die du bei solch einer Veranstaltung triffst, haben eine Sache gemeinsam: Sie alle haben ihr Leben irgendwann selbst in die Hand genommen und sind ihrem eigenen Weg gefolgt. Auch (oder vor allem) wenn dieser sie von einer ausgebauten und sicheren Autobahn in einen abenteuerlichen und unerschlossenen Dschungelpfad führte.

Unter anderem wegen Corona fand die DNX 2020/2021 nicht statt und die Gründer Markus und Feli haben sich entschieden, das DNX Festival 2022 nicht wieder zu veranstalten. Glücklicherweise hat sich jedoch jemand anderes bereit erklärt und ein sehr ähnliches Event unter dem Namen DNK ins Leben gerufen.

Dies fand im Mai 2022 statt und war wohl ein voller Erfog. Wir selber waren nicht dort, haben aber dank dem guten alten Social Media 😉 genug Eindrücke erhalten, um das mal so hier zu schreiben. 

DNK 

✔ faszinierende und inspirierende Menschen

✔ TOP Keynote Speaker

✔ Workshops und Masterminds

✔ Geballtes Know-How von Business bis Mindset

✔ Kreative Künstler und Meetups

 

DNX Camps

DNX war „damals“ eine richtigen Marke. Neben einer sehr hilfsbereiten Facebook-Community (die es immer noch gibt) und einem eigenen Rucksack speziell für digitale Nomaden, gab es geile Camps. Wir waren im April 2018 auf einem DNX Camp in Bali, das uns wirklich weiter gebracht hat. Es war der perfekte Start für unser Abenteuer, denn wir haben so viele tolle Menschen kennengelernt, die uns die nötige Inspiration und Motivation geschenkt haben. Es ist einfach etwas anderes, wenn dein Gegenüber genau weiß, von welchen Gedanken und Gefühlen du sprichst, da er/sie diese selbst hatte. Mit einigen unserer neuen Freunde haben sich sogar Geschäftsbeziehungen entwickelt, die uns den Start so unendlich erleichtert haben. Und das alles in traumhafter Umgebung bei Sonnenschein und Kokosnüssen, einfach herrlich.

Die alten Camps findest du hier. Bist du auf der Suche nach ähnlichen Sachen, dann schau mal bei unserem Kumpel Nick Martin vorbei. Der bietet coole Adventure Camps an.

Meetups

Neben der DNX-Community haben wir auch Meetups genutzt, um einfach und unkompliziert Gleichgesinnte in der Nähe zu treffen. Ein Meetup ist nichts anderes als ein simples, ungezwungenes Treffen von Menschen zu einem bestimmten Thema. In der Regel sind diese Treffen kostenlos und finden oft in Restaurants oder Bars statt. Manchmal gibt es eine Agenda, hin und wieder sogar interessante Vorträge. Aber der Kerngedanke besteht darin, einfach andere Menschen mit ähnlichen Interessen zu finden. So einfach und so genial.

Auf meetup.com kannst du einfach deine Stadt eingeben und nach „digitalen Nomaden“ suchen. Falls es nichts Passendes gibt, findest du auf jeden Falls etwas zum Thema „Reisen“. Oder aber es ist an der Zeit, dass du eine digitale Nomaden-Gruppe in deiner Stadt aufmachst. Denn dazu musst du kein Experte in der Thematik sein. Du wärst quasi „nur“ der Organisator, der die Menschen (unter anderem eben auch die Experten) zusammenbringt. Und auch wenn du dafür kein Geld bekommst, der Aufwand der Organisatoren wird dennoch von den Teilnehmern gesehen und wer weiß: Vielleicht ziehst du so einen Geschäftspartner, Reisebegleiter und einfach einen neuen Freund in dein Leben. Denn das Coole an einer Gemeinschaft von Reisenden ist: Du wirst auf den Meetups nicht nur Deutsche treffen, sondern Reisende aus der ganzen Welt, die gerade in Deutschland sind und Anschluss suchen. Und das alles in angenehmer, ungezwungener Atmosphäre.

Oder du veranstaltest ganz unkompliziert über die Facebook Gruppe ein eigenes Meet Up in deiner Stadt. So haben wir 2019 ein ganz tolles Pärchen kennengelernt, die heute zu unseren engsten Freunden zählen. 

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